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… oder auch „Bildauflösung, die dem Druck nicht standhält“

Neu hier? Eine Einleitung und Artikel 1 (Vektor- und Pixelgrafiken) unserer Artikelreihe finden Sie hier.

Alt hier? Viel Spaß mit Teil 2!

 

#2 Bildauflösung

Der Teufel liegt im Detail

Sicher haben Sie von uns oder anderen Agenturen schon öfter mal den Satz „Die Auflösung des Bildes reicht für den Druck nicht aus“ gehört und sich möglicherweise gewundert, was es an dem knackscharfen Bild, welches gerade über Ihren Monitor flimmert, zu beanstanden gibt. Nun, das Zauberkürzel hier lautet DPI (Dots per Inch) oder PPI (Pixels per Inch), je nachdem, wen man fragt. Der Einfachheit halber werde ich im Folgenden nur noch von PPI sprechen.

Für alle Franzosen: “Dots per Inch” bedeutet im Deutschen „Punkte pro Zoll“. Wie wir bereits im Artikel #1 Vektor- und Pixelgrafiken gelernt haben, nennen sich die Atome der Digitalfotografie „Pixel“. In diesem Fall werden die kleinsten Bildbestandteile aber als „Punkte“ bezeichnet.

Je mehr Punkte sich auf einer Strecke von einem Inch (= 2,54 cm) befinden, desto größer ist der Detailreichtum des Bildes.

Um die Problematik besser zu verstehen, müssen wir 2 Fälle betrachten:

Das World Wide Web und den World Wide Print – kurz Print. Beginnen wir mit dem Web sind wir schnell fertig, denn hier gilt schlicht und ergreifend: PPI gibt es nicht! Jeder Pixel eines Bildes wird auf einen Pixel Ihres Monitors abgebildet.

Wagen wir uns an Fall 2: Print. Die eigentliche Wiege der PPI.

Stellen wir uns dazu ein Bild vor, welches wir gerne abdrucken möchten. Es hat 100 Pixel in der Höhe und 100 Pixel in der Breite. Die absolute Auflösung beträgt somit 100 x 100 px. Wieviel PPI hat das Bild? Das kann ich Ihnen nicht sagen. Wieso? Der PPI Wert lässt sich erst bestimmen, wenn klar ist in welcher Größe das Bild abgedruckt wird. Drucken wir das Bild auf eine Höhe und Breite von 1 Zoll (=2,54 cm), so hat es genau 100 Pixel pro Zoll (PPI), da auf der Strecke von 1 Zoll genau 100 px liegen.

Erlauben wir uns einen Spaß und drucken das gleiche 100 x 100 px große Bild auf eine Breite von 2 Zoll. Was passiert? Auf der Strecke von 1 Zoll liegt jetzt nur noch die Hälfte des Bildes, also 50 px. Das Bild hat also nur noch 50 PPI. Zu allem Übel sind diese Dots (Punkte) auch noch doppelt so groß wie vorher, da mit der Hälfte an Punkten die gleiche Strecke gefüllt werden muss. Bei 50 PPI lassen sich diese Punkte später mit bloßem Auge erkennen und das Bild wirkt „pixelig“. Um das zu verhindern haben sich intelligente Menschen mit der Beschaffenheit des menschlichen Auges befasst und eine relative Auflösung von 300 PPI im Druck für äußerst anschaulich befunden. Nicht alle Druckerzeugnisse landen aber so nah vor Ihrer Nase wie z. B. Flyer und Broschüren, weshalb man bei Großflächen, Plakaten und Co. auch mit niedrigeren PPI-Werten ein ansehnliches Ergebnis erzielen kann, nicht nur wenn man mal ein Auge zudrückt. Noch wach? Schön! Als Belohnung gibt es wieder eine Grafik:

Im nächsten Artikel unserer Reihe Mediengestaltung für Dummies erzählen wir Ihnen Wissenswertes zu den beiden alteingesessenen Erzfeinden unter den Farbräumen: RGB und CMYK.

 

Was bisher geschah:

#1 Vektor- und Pixelgrafiken

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